Elisabeth und Herbert Kujan gewinnen die Königstrophy am Forggensee
Königsthrophy am Forggensee
Bericht „König’s Trophy 2026 am Forggensee“
Nach kurzer Abstinenz, sind/waren wir 2026 wieder Gast beim Segelclub Füssen-Forggensee (SCFF). Im Vorfeld wurden Sonne, warme Temperaturen und Wind versprochen, schon mal vorgegriLen, wir hatten von allen etwas und noch mehr… Am Freitag zeigte sich der Forggensee zuerst wolkenbehangen, kein Wind und Nieselregen, wobei sich dies in den späteren Abendstunden verzog und mit der untergehenden Sonne, „brannten“ der Tegelberg, der Säuling und die darunter liegenden Königsschlösser – immer wieder ein sehr beeindruckendes Schauspiel und ein einmaliger Anblick.
Der Samstag starte zumindest von den Temperaturen und dem Sonnenschein schon mal sehr verheißungsvoll, auch wenn Richtung süd-west sich immer wieder dunkle Wolken aufbauten, blieben wir vorerst davon verschont. Die Steuermannsbesprechung war kurz und knapp und anschließend wurde „AP an Land“ gehisst (hinter vorgehaltener Hand wurde gesagt:… “Es fehlt noch wer von der Wettfahrtleitung“ …). Gegen 12:00 Uhr kräuselte sich das Wasser und der Forggensee wurde mit einer leichten Brise aus west- süd-west langsam überdeckt, was dazu führte, dass AP niedergeholt wurde und der Wettfahrtleiter uns zum Auslaufen aufforderte, was auch 15 der 17 gemeldeten und anwesenden Mannschaften machten. Als sich alle Segler an der bereits ausgelegten Startlinie und Kurs einfanden, wurde das Startprocedere eingeleitet, zwei Runden standen auf dem Plan und der Kurs war auch wegen dem immer mehr zunehmenden Wind, dann doch recht kurz, nach knapp 25 Minuten waren die ersten Mannschaften kurz (100 m) vor dem Ziel. Der bis dahin erstplatzierte war sich seiner Sache wohl zu sicher, da er doch einen guten Vorsprung hatte, aber er hat nicht damit gerechnet, dass der Wind nochmal zunahm (bis 4,5 Bft) und die drei dahinter liegenden Boote sich wie eine Mauer hinter dem Ersten aufbauten, um kurz vor dem Ziel an diesem vorbeizufahren und somit komme ich zu der Ehre diesen Bericht zu schreiben à Man merke: „Kein Vorsprung ist groß genug“ … Nutznießer dieser Situation waren Herbert und Elisabeth Kujan, welche diesen Lauf für sich entschieden – zugegebener Weise, mit einem sehr schönen/eleganten Mannöver auf dem Weg ins Ziel… Während die ersten SchiLe bereits im Ziel waren, hatte eine Mannschaft mit dem Wind und den äußeren Umständen zu kämpfen, kenterten und zu allem Überdruss, kam es auch noch zu einer Durchkenterung, aber alle blieben unverletzt, jedoch konnten sie an diesem Tag nicht weitersegeln.
Nach einem kurzen Umbau des Kurses (Länge des Kurses und Lage der Luvtonne), konnte die zweite Wettfahrt, dieses Mal mit drei Runden, gestartet werden (3,5 – 5 Bft). An der Luvtonne kam es zu einem Crash (Backbord-Bug vor Steuerbord-Bug), wobei das SchiL mit Wegerecht (der Schreiber dieses Berichts) leider einen Schaden (Sülrand am Heck) erleidete, der Gegner gestand die Schuld ein (360° -Drehung) und auch von einer Protestverhandlung wurde abgesehen. Diese Wettfahrt gewannen Alexander Morgenstern mit Hildegard Lax.
Die dritte Wettfahrt wurde wieder unmittelbar gestartet, wobei bei dieser der Wind nochmal zunahm (bis zu 6 Bft.) und wir auch starken Regen hatten. Mittlerweile lief die „Starkwindwarnung“ und wir waren so gut wie allein auf dem Forggensee, alle anderen SchiLe suchten ihr „Heil“ im Hafen. Diese Wettfahrt gewannen Christian Huber und Christoph Mehrwald. Die Wettfahrtleitung hatte ein Einsehen und schickte uns anschließend in den Hafen, wo wir bereits mit einem Fass Freibier empfangen wurden. Abends wurden wir sehr gut verköstigt, für jeden war was dabei, auch für unsere Vegetarier… Eine feste und flüssige Nachspeise rundeten das Essen ab.
Für Sonntag war der erste Start für 11:00 Uhr angesetzt, wobei es lang nicht danach aussah, dass wir an diesem Tag noch segeln würden. Allerdings hatten die Einheimischen schon eine Tendenz, dass sich bei dieser Wetterlage noch ein Wind aus Nord-Ost aufbauen kann… Gegen 12:06 Uhr war es dann so weit, AP wurde niedergeholt und wir machten uns auf den Weg zur Startlinie. Die vierte Wettfahrt (0,5 – 2,5 Bft.) sollte wieder aus drei Runden bestehen, aber der Wind war nicht ganz so stabil wie am Samstag, deswegen wurde diese Wettfahrt abgekürzt und wurde von Herbert und Elisabeth Kujan gewonnen. Der Wind blieb erstmal aus und einige glaubten nicht mehr daran, dass es noch zu einer fünften Wettfahrt kommt, aber das Wettfahrtleiter-Team (Michael und Sybille Merk – super Job gemacht!) blieben „standhaft“ und das sollte belohnt werden… Gegen ca. 14:15 Uhr konnte eine fünfte Wettfahrt mit relativ stabilen Windbedingungen (1 – 2,5 Bft.) gestartet werden und auch beendet werden. Diese Wettfahrt wurden von Amir Malki und Luicen Frese gewonnen. Somit konnten alle fünf Wettfahrten gesegelt und gewertet werden.
Die abschließende Siegerehrung begann mit der Vergabe der Sonderpreise der Klassenvereinigung durch Sportwart Frank Schumacher und Martin Wieland, Amir Malki und Vivien Selent vergaben noch vier „Seepferdchen“ an KZV-Segler, welche bei den letzten Regatten Bekanntschaft mit dem Wasser machten (Kenterungen – näheres kann bestimmt bald auf Instagram-Kanal der Kielgzuvogel-Klasse gefunden werden). Die eigentliche Siegerehrung wurde von Michael Merk zügig durchgeführt.
Ich möchte mich für die Gastfreundschaft und für ein tolles Wochenende beim SCFF und der Familie Kujan bedanken. Wenn 2027 wieder eine König’s Trophy stattfinden sollte, dann komme ich gerne wieder…
Christian Huber
GER-34
Platz 2
Platz 1
Platz 3
Finisher




