Waging am See

Waging ohne Wind, dafür mit Nottaufe von SiSi 2.0

Mai 26, 2026Berichte

Waging

„Hungriger Hund läuft schneller…“ Diese Weisheit wurde einem Regattateilnehmer mal vor vielen vielen Jahren beigebrach. Im Allgemeinen beschreibt es eben das man mit Hunger durchaus leistungsfähiger sein kann. In Waging am See traf der Teil mit dem Hunger zwar nicht zu, aber die Weisheit, die Herbert damals vom Seglertrainer verkündet wurde, bleibt trotzdem gültig.  Das Zitat fiel bei den vielen Fachgesprächen zwischen den Teilnehmern. Und nebenbei haben die besten Steuerleute der Welt eben ihre Lieblingsvorschoter mit Leberkas und Fleischpflanzer’l Brötchen beim Warten auf den Wind versorgt. Der erste Tag der Dr Hans Rösch Gedächtnisregatta verlief relativ ruhig, mit einem Startversuch der Wettfahrtleitung bei wirklich sehr schönen Bedingungen. Das Feld teilte sich nach dem Start schön auf und es gab zwei taktische Ansätze, um zum Luvfass zu gelangen. Bedingt durch die Winddreher waren aber kurz nach dem Start die Bedingungen nicht mehr optimal… Kurz nach dem der erste Teilnehmer das Luvfass erreichte musste leider abgebrochen werden, da der Wind einfach ausgeschalten worden war. Es wurde Follow Me gesetzt und die Kieler Flotte begab sich bei schönstem Wetter in Warteposition. Einige Kieler nutzen die Phase für kurze Biobreaks etc… und kurz nach 1630 entschied die Wettfahrtleitung, die Flotte in den Hafen zu führen. Ein geselliger Abend mit vielen Gesprächen war der krönende Abschluss des Tages.

Zweiter Tag begann wieder mit einer Startverschiebung, und langen technischen Gesprächen und austauschen. Einige Kollegen optimierten die Boote, einige haben kurze Trainings Sessions eingelegt. Nebenbei wurde viel geschafkopft und auch manchmal nur geratscht…um 1400 hat die Wettfahrtleitung zu einem besonderen wettkampf eingeladen. Wir wurden in 5 Durchläufen im Fenderweitwurf gemessen. Damen und Herren getrennt, wobei es nach den ersten durchläufen überhaupt nicht notwendig gewesen wäre. Ein launiges Event mit zahlreichen kleine und lustigen Verfehlungen und Richtungsverirrungen, interessannten Technik Verfeinerungen …insgesamt ein sehr gelungener Wettkampf. Die Wettfahrtleitung hat derweil mehrere Messungen und Erkundungen durchgeführt um ggf. ein Segleevent für die gesamte Outdoor Community zu realisieren – leider war dies bis zum Ende des Tages nicht möglich . Das Motto in Waging ist aber wie immer: Mia segeln mit dem Wind den Mia ham! Also dem ist die Wettfahrtleitung auch wirklich nachgekommen. Den Abschluss des Tages bildete das Segleressen mit einem guten Zusammentreffen aller unter einem Dach und anschließend klang der Abend mit einzelnen Gruppierungen Musik und Tanz aus.

Der dritte Tag startete mit allerlei Vorbereitungen: Die Womos wurden nach dem Frühstück aufgeräumt, es wurde sich launisch getroffen und locker auf eine eventuell Wettfahrt gelauert. Die Wettfahrtleitung ist gegen 0900 zum Sondieren der schwierigen Verhältnisse einmal raus gefahren und musste leider um 0930 eine weitere Startverschiebung verkünden. Leider konnte keine weitere Wettfahrt realisiert werden, so dass die Teilnehmer und die Wettfahrtleitung um 1230 das Ende der Regatta beschlossen.
Es gab dazu dann eine Verlosung der vorbereiteten Preise mit guter Moderation. Mit einer guten Stimmung wurden die Segler verabschiedet.

Warten of Godot 2.0! Naja. Manchmal braucht man genau solche Regatta Tage, um sich zu sammeln und Körper und Geist wieder zu vereinen.

Euer
Marc und Amir
GER-3981

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