IDM 2017 – Sorpesee – 13.06.-17.06.2017

Redakteure: Andreas Nüsse / Frank Schumacher 
Lektor: Oliver Babik

Anreise Wochenende

Bereits ab Freitag reisten die ersten Teams zur Internationalen Deutschen Meisterschaft der Kielzugvogelklasse in das Sauerland. Die „Frühbucher“ oder Erholungssuchenden wurden herzlich vom Team des KSCH an der Sorpetalsperre empfangen. Die letzten Vorbereitungen zur Meisterschaft wurden von den unzähligen Helfern getroffen und noch wurden alle Anreisenden in „Zivilkleidung“ begrüßt. Am Samstag wandelte sich das Bild und die „Rothemden“ traten in Erscheinung. Alle Helfer erhielten rote Poloshirts und ab diesem Tag hatte wir das Gefühl das halbe Sauerland war angetreten um uns Seglern eine perfekte herzliche Meisterschaft zu bescheren. Stellplätze wurden verteilt, Boote mit Trailern in Empfang genommen, die ersten Boote eingekrant und der exzellente Trailerservice startete.

Sonntag, 11.06.2017 

Entspannung vor der IDM. Gutes Wetter, gute Stimmung. Unerwartet interessantes gab es im Sauerlandpark in Hemer zu bestaunen. Der KSCH hatte einen Reisebus für uns organisiert und wir erfuhren von unserer „Reiseleitung“ spannendes und unbekanntes über die Region.

Montag, 12.06.2017

Offensichtlich der Hauptanreisetag. Die Vermessung und Kontrolle der Schiffe beginnt. Egbert Kunze mit seinen Helfern / Unterstützern macht sich ans „Werk“. Alles – wie von Ihm gewohnt – ist gut vorbereitet und sorgt für eine zügige „Abfertigung“. Am Nachmittag geht es für Interessierte zur Besichtigung desSorpeseestaudamms. Ein Erlebnis, was nicht alltäglich zu bekommen ist und für unerwartete Eindrücke sorgte. 

Dienstag, 13.06.2017

Der „Rest“ der Segler trifft ein. Überwiegend bereits am Vormittag. Die Helfer des KSC Hemer sowie des LSB und Nachbarvereins sorgen für gute Laune. Man kommt an, baut das Boot auf, kümmert sich um das Einchecken im Regattabüro, … .Alles läuft ruhig, gelassen ab. Hektik ist nicht zu verspüren. Wo man auch hingeht und Fragen hat werden diese freundlichst beantwortet. Und wenn einer etwas nicht weiß, kennt er jemanden, der es wissen müsste. Immer ist ein „Rothemd“ mit einer helfenden Hand zur Stelle.

Sobald der Trailer vom Boot befreit wurde, war dieser auch schon „weg“. Die Trailer-Crew hatte dabei alles im Griff. Einzig zu beachten war, dass man nichts im Trailer vergessen hat. Dann war ein Transfer zum Trailerstellplatz erforderlich. Doch auch das klappte. 

So verging der Tag, beschäftigt, entspannt und von der Sonne bereits verwöhnt. 

Zur Eröffnung gab es zahlreiche Begrüßungsworte. Alle beteiligten „Offizielle“ aufzuführen – darauf verzichtet der Berichtschreiber. Denn die Vollständigkeit wäre sicher nicht gegeben. Wichtig dabei zu sagen ist, dass es ohne diese sowie ohne die Sponsoren kaum möglich gewesen wäre eine IDM in diesem Rahmen durchzuführen. Unabhängig davon, ob es sich um finanzielle, materielle oder immaterielle Unterstützung gehandelt hat. Es konnte auch geklärt werden, daß eine Kielzugvogelmeisterschaft nichts mit Ornithologie zu tun hat. Einige Offizielle waren leicht überrascht.  An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für diese Unterstützung an alle!

Dem folgte zur Stärkung für den nächsten Tag ein rustikales, leckeres, reichhaltiges Buffet (Chili im Wrap, Hot Dogs, Hamburger, Salatmix, Krautsalat, Saucen / Dressings), an dem sich alle Teilnehmer bedienen konnten. Danach gab es noch Musik mit Tanz und die Veranstalter lernten das Durchhaltevermögen der Kieler kennen.

Mittwoch, 14.06.2017

Der Mittwochvormittag stand einerseits noch im Zeichen der Spätankömmlinge sowie deren Vermessung und Kontrolle. Andererseits stieg die Anspannung bei allen, die bereits da waren. Sie ist bei allen zu spüren. Keiner sagt es, doch sie liegt in der Luft.

Um 13.00 sollte es mit der ersten Wettfahrt losgehen. Doch mangelnder Wind sorgt für Verspätung. Gegen 16.00 Uhr wird gestartet. Jeder ist froh, als es raus auf`s Wasser geht. Dementsprechend engagiert geht es am Start zu. Doch es geht alles gut. Der Start läuft rund und zufriedenstellend für die, die in der ersten Startreihe waren. Es gibt keinen Rückruf. Die Wettfahrtleitung hat alles im Griff. 4 Runden sind bei leichtem Wind angesetzt. Ein ambitioniertes Ziel. Nach der 3. Runde gibt es eine Bahnverkürzung und es geht ins Ziel. Die Wettfahrt gewinnen Jürgen und Dominik Reichardt. Und es sind erste Stimmen zuhören die verlautbaren, dass es wohl sehr schwierig sein wird, sich gegen diese beiden durchzusetzen, da sie ausgesprochen souverän den ersten Sieg eingefahren haben. Am Abend steht der „Sprenger Abend“ mit Grillbuffet (Steaks, Würstchen, Krakauer, Leberkäse, Salat, Gemüse, Reispfanne, Bratkartoffeln, Dips, Nachtisch: Eis-Dessert) und den „Walking Hats“ (viel Beatles-Musik) auf dem Programm. Es kommt gute Stimmung auf, Anekdoten werden erzählt und die ersten Teilnehmer/Innen stehen auf den Bänken. Es wird gefeiert. 

Donnerstag, 15.06.2017

Der erste richtige Segeltag ist gekommen. Die Frage ist: gibt es 3 oder 4 Wettfahrten? Die Windrichtung passte an diesem Tag (noch). Die Wettfahrtleitung entschied sich zu 3 Wettfahrten bei überwiegend leichten Winden, mit ein paar Böen (max. 4 Bft.) und gespickt mit vielen Drehern.

Wer vorne mitsegeln / mithalten will brauchte:

  • Einen Start in der „ersten Reihe“
  • Eine dauerhaft anhaltend hohe Konzentration
  • Eine gute körperliche Verfassung, um die zahlreichen Wenden auch gut durchzuführen

Oder anders ausgedrückt: 

  • Ausdauer, Kraft, gute Nerven und ein bisschen mehr Glück als andere. 

An diesem Tag schieben sich die Platzierungen in den Wettfahrten 2 bis 4 hin und her. Beinahe jeder hat einen „Ausrutscher“ dabei. Machte sich hier etwas „konstantes Segeln“ bezahlt? Nach 4 Wettfahrten führen Manni Brändle und Joachim Heinz die Wertung an. Doch es war noch nichts gelaufen, da die ersten 4 Mannschaften nach 4 Wettfahrten nur 9 Punkte auseinander lagen. Fast „Nichts“ bei noch ausstehenden 5 Wettfahrten und den lt. Wetterbericht angekündigten 4 – 6 Bft. für den Freitag.

Zum Abend findet der „Krombacher Abend“ mit Spargelessen statt (genauer gesagt: Spargel, kl.Schnitzel, Schwenkkartoffeln, Saucen und Getränken (inkl. diverser Weine)). Wer hier nicht satt wurde, der war es selber schuld. Anschließend spielte Mickie an der Gitarre und es wurden interessante musikalische Varianten von bekanntem Liedgut kreiert. 

Freitag, 16.06.2017

Angesagte 4 – 6 Bft. Ob mehr oder weniger, darüber wurde sich zwar ausgetauscht. Doch es kam alles anders. Wettervorhersage hin oder her. Ja, es gab Wind. Doch der erreichte nicht einmal 4 Bft. Doch eigentlich war die Windstärke völlig egal, denn die Richtung passte nicht. Da Straßenbahn fahren nicht zum Programm einer IDM gehört, kam keine Wettfahrt zustande. Die Wettfahrtleitung hatte uns alle zwar auf das Wasser geschickt, doch blieb ihr das Glück verwehrt, in einem Zeitfenster eine reguläre Wettfahrt durchführen zu können. 

So verbrachten wir einige Zeit auf dem Wasser. Entspannt, angespannt, … Wie auch immer. Es verging ein schöner Sommertag mit Sonne, leichtem Wind und einem weiterhin führenden Manni Brändle mit Joachim Heinz.  

Der Kirchhoff-Abend brachte neben italienischen Speisen auch Musik. Musik mit „Roberto Falcone“. Zu vorgerückter Stunde wurde geschunkelt, getanzt und auf den Bänken gestanden. Es wurde wieder gefeiert. 

Samstag, 17.06.2017

09.55 Uhr Startbereitschaft. So stand es auf dem Aushang am schwarzen Brett vor dem Regattabüro. D.h., dass die Wettfahrtleitung noch etwas mit uns vor hatte. Was? Natürlich segeln und davon so viel, wie es noch bis 14.00 Uhr – der letzten Startmöglichkeit – ging. Nach Einsetzen des Windes und einer kurzen Startverschiebung bis 11.00 Uhr ging es auf das Wasser, so dass die erste Startmöglichkeit gegen 11.45 Uhr gegeben war. Das was geschah dann? Wir segelten hin und her und dann kam „AP“. Startverschiebung. Die Windrichtung passte wieder nicht. Einer „machbaren“ Phase von wenigen Minuten schloss sich die „absolut unmöglich segelbare Windrichtung“ an. Der umsichtige Wettfahrtleiter behielt Umsicht und Nerven und ersparte uns ein „Würfelrennen“.

Wir blieben gute 2 Stunden auf dem Wasser, um keine Chance zu verpassen. Doch der Wind spielte nicht mit. Die Wetterlage änderte sich nicht wie vorhergesagt. So blieb es bei dem Ergebnis, welches seit Donnerstag am schwarzen Brett aushing. 

Zur Siegerehrung (18.00 Uhr) wurde es vor dem Regattabüro voll. Segler, Mitgereiste und Helfer versammelten sich. Der Wettfahrtleiter Günter Nülle schaffe es, auch diese zu einem kleinen Erlebnis werden und noch einmal alle „hoch leben“ zu lassen.

Der Ehrung folgte die Meisterfeier mit Imbiss ab 19.00 Uhr im KSC. 

Zu gratulieren ist neben den Siegern Manni Brändle mit Joachim Heinz, auch:

  • den Zweit- und Drittplatzierten Frank Suchanek mit Frank Liefländer sowie Jürgen Reichardt mit Dominik Reichardt
  • allen weiteren Teilnehmern
  • dem ausrichtenden KSC Hemer mit all seinen Helfern / Helferinnen für eine gelungene IDM
  • Dagmar und Hans Grzemba
  • den „Offiziellen“ und Sponsoren
  • der DLRG
  • und allen, die mir nicht mehr einfallen

Vielen Dank für eine tolle IDM 2017!

 

     Die glücklichen Sieger:

  • Manni Brändle mit Joachim Heinz, 
  • Frank Suchanek mit Frank Liefländer sowie
  • Jürgen Reichardt mit Dominik Reichardt